Eine Tour durch Mönninghausen


 

Ein Dorf mit Idylle bietet ideale Voraussetzungen für Wanderer, für Radtouren oder einfach nur für Gäste die sich für die Geschichte von Mönninghausen interessieren. 

Mönninghausen oder früher Munichuson ist eines der schönsten Dörfer im Herzen der Hellweger Börde. Deshalb wurde auch bereits zweimal die Silbermedaille und ein mal die Goldmedaille des nordrhein-westfälischen Dorfwettbewerbes "UNSER DORF HAT ZUKUNFT" an Mönninghausen verliehen. 

Mönninghausen ist eine Niederlassung der Benediktinermönche des im Jahre 822 gegründeten Klosters Corvey. Erste urkundliche Erwähnung einer "curtis Munichuson", eines Haupthofes des Klosters. Der Corveyer Dienstmann Gottschalk von Mönninghausen wird zum Haupthofverwalter ernannt und sammelt von nun an die Abgaben für das Kloster ein und leitet sie nach Corvey weiter.

Von Süden, aus Richtung Geseke-Bönninghausen her kommend, sieht man bereits auf der linken Seite neben der Straße den 200 Jahre alten Dorfteich, der früher als  Feuerlöschteich benötigt wurde. Er wird von 6 Familien des Dorfes als "Paten" betreut. Hier wurden Wasserpflanzen aus heimischen Gräben eingesetzt. Außerdem muss der Teich ständig den gleichen Wasserstand haben.

Blick auf den 200 Jahre alten Dorfteich, der früher als Feuerlöschteich genutzt wurde. Der Teich wird ökologisch aufgewertet, damit er auch für Kleistlebewesen wieder attraktiv wird.

 

Die Längsstraße zum Feuerlöschteich ist der Anfang der schönen "Helle". Fährt oder geht man die Helle herunter, kommt bald schon zum Unterstand mit der wunderbaren Aussicht auf das weite Land. Dieser Aufenthaltsplatz ist ein beliebter Rast- und Erholungsraum für Wanderer und Radfahrer. 

 

Rast- und Erholungsraum an der Helle

Sehenswürdigkeit hier ist der links im Baum eingeschnitzte Jesus am Kreuz. Die Statue wurde vom Künstler Willi Koch gestaltet. Leider ist die Statue am 19.6.2000 durch Brandstiftung zerstört worden. Willi Koch hat sich entschlossen, den Korpus als Mahnmal gegen jegliche Gewalt neu einzusetzen. Der verbrannte Jesuskorpus mit der Inschrift:"Unglückseliger. Warum hast Du mich angesteckt. Ich habe Dir nichts getan."

Weiter westlich vom Standort des Jesuskreuzes befindet sich noch mitten in der schönen Helle zwischen  alten Eichen ein Ruheplatz.

Hintergrund:
Am Montag, den 19.6.2000 wurde mutwillig das vom heimischen Künstler Willi Koch gestaltete Wegekreuz (rechtes Bild) an der schönen Helle durch Brandstiftung erheblich beschädigt. Das Wegekreuz ist ein Korpus, den Künstler Willi Koch in einem vom Blitzschlag ausgehöhlten Baum eingeschnitzt hatte. Gegen 5 Uhr wurde Dank eines aufmerksamen Mönninghäusers die Feuerwehr verständigt, die den Brand im Baum im letzten Momentlöschen konnte. Der verkohlte Korpus Christi und das dazu gehörende Holzschild ("Ich habe keine Hände nur Deine") konnten nicht mehr gerettet werden. Der 250 Jahre alte Baum hatte einen nicht unerheblichen Schaden erlitten. Von den Tätern fehlt bis heute jede Spur. 
Anm: Leider musste der Baum aufgrund des Schadens im Jahre 2012 gefällt werden.

 

1887 wurde die Wasserquelle "Spring" gefasst und als Waschstelle und Entnahmestelle bei Bränden eingerichtet. Bis 1950 wurde die im Hause gewaschene Wäsche hier gespült. Mit der Wäschekloppe bearbeiteten die Frauen die Wäsche auf den querliegenden Eichenbrettern. Dabei wurde die Zeit nicht lang, weil man sich das Neueste erzählen konnte.

 

Westlich des Spring wurde früher jedes Jahr 3 Tage lang das traditionelle Schützenfest gefeiert. Heute findet es auf dem Dorfgemeinschaftsplatz am Haunstweg statt.

Das Schützenfest in Mönninghausen ist wegen seiner Attraktivität, Stimmung und Fröhlichkeit weit über den Ort hinaus bekannt. Deshalb freuen sich alle Mönninghauser Bürgerinnen und Bürger immer wieder auf die Besucher des Schützenfestes.



Der Kirchplatz ist selbstverständlich einer der zentralen Punkte in einem Dorf. In Mönninghausen versammeln sich rund um diesen Platz mehrere für den Besucher interessante Sehenswürdigkeiten. Dabei ist zunächst sicherlich die Kirche St. Vitus zu nennen, daneben das Ehrenmal sowie das Heimathaus, das ehemals als Wagenremise genutzt wurde. Neben dem Heimathaus wurde ein altes Backhaus durch Aktive aus der Dorfgemeinschaft wieder aufgebaut.



Die dem Heiligen Vitus geweihte Kirche zu Mönninghausen wurde im 12.Jahrhundert erbaut.

Die einmalige Kreuzkirche St. Vitus in Mönninghausen an einem Wintertag

 

Das Heimathaus und das Backhaus. Die ehemalige Wagenremise des Hofes Hagedorn stammt vermutlich aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Im Dezember 1991 wurde die Wagenremise auf Veranlassung des Kulturringes an seinen ursprünglichen Standort abgetragen und an der Stelle am Kirchplatz wieder aufgebaut. Der Kulturring nutzt das Gebäude heute für Veranstaltungen und Ausstellungen. Die Stadt Geseke und die Nordrhein-Westfalen-Stiftung unterstützten den Kulturring dabei. Hier findet jedes Jahr und auf Anfrage mehrere Back-Aktivitäten statt. Wann und wie etwas stattfindet ist auf den Seiten des Kulturringes unter dem Stichwort Backhaus zu erfahren. 

 

Fährt man den Vitusweg nach Osten hinauf, kommt nach dem Friedhof das Mönninghauser Bruch.

www.moenninghausen.de